Wie werden Standard-O-Ring-Größen festgelegt?

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Standard-O-Ring-Größen werden durch zwei Kernmaße definiert: den Innendurchmesser (d₁) und den Querschnittsdurchmesser (d₂, Drahtdurchmesser). Alle wichtigen Normen folgen diesen beiden Schlüsselparametern, zusammen mit entsprechenden Toleranzen und standardisierten Serienregeln. Die Größenbestimmungsprinzipien und gängigen Normen lauten wie folgt:

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1. Kernmaß-Normen: Alle Normen legen zunächst eine Standardreihe für den Querschnittsdurchmesser d2 (Drahtdurchmesser) fest (z. B. 1,8, 2,4, 3,1, 5,7, 7,0 mm usw.) und ordnen anschließend dem Drahtdurchmesser standardisierte Werte für den Innendurchmesser d1 zu. Darüber hinaus erhöht sich d1 in festen Schritten, um ein chaotisches Spektrum an Spezifikationen zu vermeiden.
2. Dimensionierungsregeln: Die allgemeine Notation lautet d1×d2 (Innendurchmesser × Drahtdurchmesser). In einigen Fällen kann auch der Außendurchmesser (d1+2×d2) angegeben werden, doch der normative Kern bleibt weiterhin auf d1 und d2 basiert;
3. Toleranzspezifikationen: Unterschiedliche Normen definieren je nach Größenbereichen (z. B. kleiner Innendurchmesser/großer Innendurchmesser, feiner Drahtdurchmesser/grober Drahtdurchmesser) obere und untere Abweichungen für d1 und d2, um die Austauschbarkeit zu gewährleisten.

Hauptgängige Normen (am weitesten verbreitet in der Industrie):

– GB/T 3452.1 (Chinesische Nationale Norm)

Die gängige Norm in China. Sie definiert eine enge Serie (1,0–4,0 mm) und eine breite Serie (5,7–12,0 mm) für Querschnittsdurchmesser. Die Innendurchmesser sind jeweils auf den entsprechenden Querschnitt abgestimmt und decken damit die meisten allgemeinen industriellen Anwendungen ab.

– AS568 (Amerikanischer Standard)

Weltweit weit verbreitet, insbesondere in Hydraulik- und Pneumatiksystemen. Jede Teilenummer entspricht einer einzigartigen d₁×d₂-Größe (z. B. AS568-010 = 1,78 × 1,78 mm). Zu den wichtigsten Querschnitten zählen 1,78, 2,62, 3,53 und 5,33 mm, die weitgehend mit amerikanischen und europäischen Geräten kompatibel sind.

– JIS B 2401 (Japanischer Standard)

Unterteilt in Typ P (allgemein) und Typ G (Präzision). Seine Querschnitts- und Innendurchmesser-Serien unterscheiden sich geringfügig von GB und AS568, vor allem für japanische Maschinen.

– ISO 3601 (Internationaler Standard)

Sehr stark an GB/T 3452.1 ausgerichtet und dient als einheitliche globale Grundnorm mit konsistenter Kernmaßreihe.

Wichtige Hinweise:

Die Normen legen klar die Abstimmungsregeln für die minimalen Nutabmessungen fest. Der O-Ring-Innendurchmesser d₁ und der Querschnittsdurchmesser d₂ müssen mit dem Bohrungsdurchmesser und der Breite der Einbaunut kompatibel sein (typisches Kompressionsverhältnis: 10%–20%).

Dies ist ebenfalls eine notwendige Konstruktionsanforderung, die die Größenstandardisierung unterstützt.